Stressige Zeiten in der Praxis - Wie Sie ihr Praxisteam gut führen

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Die Corona Pandemie fordert insbesondere vom medizinischen Personal einen großen Einsatz und es entstehen schnell stressige Situationen. Ihre Mitarbeiter fühlen sich womöglich energielos, sind gereizt und können ihre Aufgaben nur schleppend abarbeiten, weil sie unter dem großen Berg an Arbeit den Überblick verlieren. Das kann dazu führen, dass sie frustriert sind und im schlimmsten Fall langfristige physische Belastungen mit sich tragen. Doch wie können Sie den Druck in stressigen Zeiten rausnehmen?

 

 

 

Was ist denn Mitarbeiterführung?

Unter Mitarbeiterführung versteht man die Fähigkeit ein Team oder eine Gruppe anzuleiten und ihr Verhalten positiv zu beeinflussen. Der Vorgesetzte steuert die Gruppe, indem er Aufgaben delegiert, die Mitarbeiter motiviert und mit ihnen im Dialog steht. Neben fachlichem Know-how sollte eine Führungskraft soziale Kompetenzen mitbringen. Bei Mitarbeiterführung geht es nicht darum, ihre Angestellten zu kontrollieren oder ihnen Dinge vorzuschreiben, sondern vielmehr darum sie zu unterstützen und zu fördern.

 

Immer ein offenes Ohr haben

In einem gut funktionierenden Team ist Kommunikation das A und O. Gerade Sie als Praxisinhaber sollten hier in die Offensive gehen und den Austausch mit ihren Mitarbeitern pflegen. Denn das Team sollte sowohl auf zwischenmenschlicher oder auch sozialer Ebene geführt werden. Erkundigen Sie sich, wie es Ihren Mitarbeitern geht, wie diese mit den Aufgaben vorankommen und ob es Schwierigkeiten gibt? Dadurch können Sie eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen und ihr Mitarbeiter ist bereit auch Probleme offen mit Ihnen zu besprechen. Durch den regelmäßigen Austausch nehmen Sie mögliche Stress Symptome ihrer Mitarbeiter früher wahr, erkennen mögliche Zwischentöne und können sofort darauf reagieren.

 

Seien Sie die Ruhe in Person

Gerade in stressigen Situationen brauchen ihre Mitarbeiter einen Ruhepol. Sie sollten diese Rolle übernehmen und eine gewisse Gelassenheit ausstrahlen. Denn Stress färbt ab. Wenn vor allem ihre Mitarbeiter bereits unentspannt sind und diese zusätzlich ihre nervöse Stimmung aufnehmen, steigt das Level nochmal immens. Gehen Sie mit einem guten Beispiel voran und zeigen, dass Sie als Führungskraft alles im Griff haben und es keine Gründe gibt, in Stress zu verfallen.

 

Ade Multitasking – Vermeiden Sie Ablenkung

Ein Rezept und eine Überweisung drucken und gleichzeitig mit einem Patienten am Telefon einen Termin vereinbaren? Kommt Ihnen diese Situation bei Ihren MFAs bekannt vor? Noch immer hält sich der Mythos, dass wir Menschen Multitasking fähig sind und an mehreren Aufgaben gleichzeitig arbeiten können. Doch dieser Mythos ist schon lange überholt. An verschiedenen Dingen gleichzeitig arbeiten, strengt das menschliche Gehirn sehr an. Am Ende springt man nur ineffizient zwischen seinen Aufgaben hin und her, wird nur langsam fertig und der Frust steigt. Sie können dem entgegenwirken. Erinnern Sie ihre MFAs immer wieder daran erinnern, dass sie sich auf eine Sache konzentrieren sollen. Schaffen Sie Möglichkeiten, dass ihre Mitarbeiter ungestört arbeiten können.

 

Individuell fördern und motivieren

Stress entsteht nicht nur durch zu viele Aufgaben oder Arbeit, sondern beginnt auch oft beim Mitarbeiter selbst. Selbstzweifel oder auch der Glaube, man würde keinen positiven Beitrag für die Arbeit leisten, schüren innerlich Stress. Aus diesem Grund sollten Sie als Führungskraft jeden Einzelnen ins Team aktiv einbinden. Loben Sie Ihre Mitarbeiter bei erfolgreich erledigten Aufgaben und feiern sie gemeinsam Erfolge in ihrem Team. Dadurch fühlt sich ihr Mitarbeiter in seinem eigenen Können bestärkt und ist dementsprechend leistungsbereiter. Eigene Ideen einbringen zu dürfen, ist für die Mitarbeiter auch ein Zeichen akzeptiert und wertgeschätzt zu werden. Genau diese Wertschätzung führt zur Bestleistung. Machen Sie ihrem Mitarbeiter auch keine Vorgaben, wie er eine Aufgabe auszuführen hat. Die Arbeitsweise sollte ein Mitarbeiter selbst wählen dürfen. Kontrolle ist gut-Vertrauen ist besser.

 

Ruhephasen fördern

Nach erledigter Arbeit darf man sich Zeit zum entspannen nehmen. Besonders in stressigen Zeiten sollten ihre Mitarbeiter auch nach Feierabend sich ausruhen und so neue Energie sammeln. Gehen auch Sie wieder mit gutem Beispiel voran und erinnern Ihre Mitarbeiter daran, sich Ruhephasen zu nehmen. Organisieren Sie für Ihre Mitarbeiter Entspannungs- oder Meditationskurse, die sie besuchen können. Machen Sie ihre Mitarbeiter darauf aufmerksam, wie wichtig bildschirmfreie Zeiten nach Feierabend sind. Der ständige Blick aufs Smartphone füttert unser Gehirn mit vielen neuen Informationen und Reizen, die erstmal verarbeitet werden müssen. Tatsächlich abschalten tun wir auf diese Weise nicht. Außerdem sollten ihre Mitarbeiter ausreichend schlafen, um am nächsten Tag motiviert und energiegeladen in der Praxis stehen zu können.

 

Aufgaben klar delegieren

In einem Team sollten jeder wissen, welche Aufgabe und welche Rolle ihm zugewiesen wurde. Beschreiben Sie die Aufgabe, welche Dinge beachtet werden sollten und bis wann die Aufgabe erledigt sein muss. Durch eine klare Abgrenzung und Aufgabenstellung arbeiten ihre Mitarbeiter konzentrierter und somit produktiver. Das bedeutet für Sie als Führungskraft, kommunizieren Sie Aufgaben klar und eindeutig. Fragen Sie regelmäßig in ihrem Team nach, wie sie mit ihren zugewiesenen Aufgaben vorankommen. So behalten Sie den Überblick über die Situation und können, falls etwas vergessen wurde, schnell einspringen. Auch können Sie Unstimmigkeiten und Problemen schnell erkennen und dem entgegenwirken. So kann erst gar kein Stress aufkommen.

  

Wenn die Emotionen hochkochen

Auch wenn Sie alle oben genannten Dinge in stressigen Situationen beachten, kann es doch mal passieren, dass bei einem Mitarbeiter die Emotionen aus ihm herausplatzen. Bleiben Sie gelassen, Konflikte gehören zum Arbeitsalltag dazu. Wie bewältigt man am besten solche Situationen? Zu aller erst sollten Sie ruhig bleiben. Versuchen Sie das Gespräch zu entschärfen, indem sie sachlich und prägnant argumentieren. Ihre Argumente sollten vor allem logisch nachvollziehbar für den anderen sein. Sie sollten versuchen, empathisch zu reagieren und sich in die Lage es anderen hineinzuversetzen. Fragen Sie sich, was die Ursachen für die Reaktion sein könnten. Jeder Mensch ist individuell und geht mit einer Situation anders um.

 

Fazit 

Stressige Zeiten werden immer mal wieder im Praxisalltag auftauchen und komplett vermeiden lässt es sich auch nicht. Wenn Sie eine gewisse Gelassenheit an den Tag legen und mit ihrem Team immer im Austausch stehen, können Sie vielen Konflikten rechtzeitig entgegenwirken. In unserem kostenfreien Leitfaden erfahren Sie, welche Fehler Sie als Führungskraft vermeiden sollten.


Leitfaden 10 Tipps für die Mitarbeiterführung

Auch Führungskräfte machen Fehler und verursachen dadurch eine angespannte Stimmung im Praxisteam. Laden Sie sich den Leitfaden runter, um zu erfahren welche typischen Fehler Sie vermeiden können. 

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