Tipp der Woche: Leichenschau - Abrechnung mit 60 Prozent

Zum 01.01.2020 wird die Leichenschau deutlich besser vergütet

 

Die Theorie:

Die bisherige Ziffer 100 wird umbenannt zur vorläufigen Leichenschau, die neue Ziffer 101 wird zur eingehenden Leichenschau. Der Steigerungssatz dieser beiden Ziffern ist fest mit 1,0 vorgegeben.

 

Die Ziffer 100 wird in erster Linie im Rahmen der Leichenschau durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst abgerechnet, dann in den meisten Fällen zusammen mit der Ziffer 102, da es sich gewöhnlich um eine unbekannte Leiche handelt. Die Leistungen 100 und 101 beinhalten die Untersuchung des Toten und das Ausstellen der Todesbescheinigung. Diese ist bei der Ziffer 100 vorläufig, bei der 101 sind Todesart und Todesursache anzugeben. Ebenfalls in dem Leistungsumfang eingeschlossen sind Aktenstudium und Einholung von Auskünften bei Angehörigen, vorbehandelnden Ärzten, Krankenhäusern und Pflegediensten sowie das Aufsuchen des Toten.

 

Die Ziffer 100 hat eine Zeitvorgabe von 20 Minuten, bei der Ziffer 101 werden 40 Minuten angesetzt. Bei diesen Zeitvorgaben wird die Zeit zum Aufsuchen des Toten nicht mitgerechnet.

 

Wird weniger Zeit benötigt, jedoch mindestens die Hälfte der Zeitvorgabe, so werden 60 Prozent des Honorars der 100 bzw. 101 zur Abrechnung angesetzt. In solchen Fällen kann die 100 bzw. 101 mit einem Steigerungsfaktor von 0.6 abgerechnet werden.

 

Die Praxis mit EVA:

Beispiel der Eingabe in EVA, wenn Abrechnung mit 60 Prozent gewünscht:

 

==>q 100 0.6 

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